Anregungen und Beschwerden

MUTABOR News Februar 2021

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Pflegefamilien!

Die Pandemie hält uns weiter im Griff. So mussten wir die alljährliche Leitungsklausurtagung im Januar verschieben auf die Zeit nach der Pandemie und auch alle Fortbildungen und Schulungen sind bis auf weiteres ausgesetzt. Wer von der Personalverwaltung also Hinweise auf nötige Ersthelfer-Schulungen, betriebsärztliche Untersuchungen, Fahrsicherheitstrainings usw. bekommt, soll sich davon aktuell nicht stressen lassen. Wir werden gemeinsam erleben, welche dieser Schulungen in diesem Jahr noch durchgeführt werden dürfen und welche nicht. Sobald sie wieder zulässig sind, sollen dann die Anmeldungen erfolgen.

Doch das Leben geht weiter! Und Leben heißt auch Veränderung!

6 Pflegefamilien sind ebenfalls seit 5 Jahren bei MUTABOR und eine Familie seit 10 Jahren. 2021 werden es 4 Pflegefamilien ihre fünfjährige Zugehörigkeit zu MUTABOR feiern und 20 Kolleginnen und Kollegen können wir zur 5jährigen Betriebszugehörigkeit gratulieren. Gegen Ende des Jahres werden wir sogar eine 15jährige Betriebszugehörigkeit zu feiern haben.

Wir freuen uns über die Treue und das darin ausgedrückte Vertrauen in MUTABOR und in die gemeinsame Arbeit!

Vielen Dank!

Viele Mitarbeitende beteiligen sich an der „Aktion Restcent“, d.h. sie spenden die Cent-Beträge ihres Netto-Entgeltes für einen guten Zweck. Wir möchten daher einen Hinweis auf die neue Datei zum Thema Restcent auf der Webseite geben, der hier zu finden ist:

https://mutabor-mensch.de/das-unternehmen/mutabor-tut-gut/

Wir freuen uns auf ein Feedback und wünschen allen einen schönen Februar – auch wenn er in diesem Jahr weitgehend Karnevals-frei sein wird.

Es grüßen Sie/Euch herzlich

Jürgen Sellge & Matthias Holland

Aktuelle Fortbildungen im Februar

Alle Fortbildungen sind vorerst bis Ostern 2021 ausgesetzt.

Neue Kollegen*innen

Im Laufe des Januars sind neu zu uns gekommen: Yemina Eckert, Martina Frey-Steinhausen und Laura Clever und auch  Johanna Kierdorf dürfen wir als Inklusionsbegleitungen bei uns begrüßen.

Schön, dass ihr dabei seid!

Geburtstage im Februar*

Happy Birthday!

Ein Nachmittag im Wald – Ist das schon Erlebnispädagogik?

Ein Bericht von Alexandra Slomba aus der Wohngruppe Hamm

Wir wollen Euch einen Einblick geben wie alternative Versionen von Home Schooling im Rahmen des Erwerbs von Sozialkompetenzen, der Nutzung kreativer Motivation und der Schulung kommunikativer Fähigkeiten in den pädagogischen Alltag einer Wohngruppe einfließen können.

Dabei sei erwähnt, dass die Initiative für den spontanen Ausflug von den Jungen ausging und die Pädagogen lediglich den Rahmen hielten.

Die Idee war den Bach im Wald zu stauen und umzuleiten, was inhaltlich einem erlebnispädagogischen Angebot entsprach, methodisch jedoch nicht der klassischen Vorgehensweise, des Vorbereitens, Anleitens und Reflektierens der Aufgabenstellung, folgte.

Dennoch ließen sich über den gesamten Nachmittag Prozesse beobachten, die durch erlebnispädagogische Angebote angeregt werden sollen. So mussten die Jungen schon bevor wir in den Wald fuhren soziale und kommunikative Kompetenzen nutzen um sich darüber auszutauschen, wer welche Aufgabe beim Bau des Staudamms übernehmen werde, welches Material sie zur Umsetzung bräuchten und wie sie einen Jungen einbinden könnten, von dem sie glaubten er stünde dem Erfolg des Projekts im Wege. Im Wald angekommen wurden die Aufgaben dann nochmals neu verteilt und schnell kristallisierte sich heraus, wie wichtig Absprachen und einander zuhören bei der erfolgreichen Bewältigung der Aufgabe war. Aber auch Eigeninitiative, Kooperation und Kritikfähigkeit waren gefragt. Als die Jungen dann im Verlauf des Baus feststellten, dass ihr erster Ansatz den Bach umzuleiten nicht funktionieren würde, musste mit Frustration umgegangen, umgedacht, neu strukturiert und die Strategie angepasst werden. Die Pädagogen hielten sich dabei weitestgehend zurück, gaben lediglich Anregungen und Hilfestellung wenn sie gefragt wurden.

Am Ende schafften die vier es den Bach an die geplante Stelle umzuleiten und waren sichtlich stolz, dass ihr Plan aufgegangen war. Selbstwirksamkeit spielte dabei eine große Rolle, sie hatten es geschafft, ganz alleine. Und nebenbei haben sie auch noch einen gesamten Nachmittag selbst gestaltet und viele Lernprozesse und Erfahrungen selbst initiiert.

Dieser Nachmittag zeigte den begleitenden Pädagogen wie viel Kreativität, Eigeninitiative, Motivation und Kooperationsbereitschaft in den Jungen steckt, wenn ihnen die Möglichkeit geboten wird eigene Ideen umzusetzen. Es war schön zu beobachten wie das gemeinsame Projekt die Gruppendynamik positiv beeinflusste und über Uneinigkeiten hinwegsehen ließ.

Gerade für die von uns betreuten Kinder und Jugendlichen, die schon mit erschwerten Grundvoraussetzungen ins Leben starten und im alltäglichen Leben permanent Anpassungsprozessen ausgesetzt sind, sei es in der Schule, im sozialen Umfeld oder aber auch im Gruppenalltag bieten solche Erlebnisse einen Raum Lernfelder spielerisch zu begehen, Erfolgserlebnisse zu verbuchen und Selbstwirksamkeit zu erfahren. Erlebnispädagogik und ihr Grundsatz des Nutzens von (Grenz-) Erfahrungen, Herausforderungen und deren Übertragung in den Alltag muss nicht immer als großangelegtes Projekt stattfinden, sie wirkt auch in einem spontanen Ausflug in den Wald.

Was es sonst noch zu berichten gibt

In der Verwaltungsetage ist ordentlich zu tun. Vor allem in unserer Personalabteilung und in der Finanzbuchhaltung muss quasi jede/r Mitarbeitende gesondert betrachtet werden, es gibt viele kleine Veränderungen und Besonderheiten zu beachten. Die anderen sind auf der Suche nach Bestellmöglichkeiten für Masken (ihr glaubt nicht, worauf man hier alles achten muss!), packen fleissig große Umschläge um diese Masken dann an euch zu verschicken. Und das alles machen wir natürlich mit viel Abstand und halber Besetzung, weil die eine Hälfte immer im mobilen Arbeiten, also nicht vor Ort ist.

Parallel dazu versuchen wir, nicht so viel Arbeitsstau zu erzeugen, sondern im Fluss zu bleiben. So werden beispielsweise – trotz des Lookdowns – Erinnerungen an Ersthelfer-Kurse, Fahrsicherheitstrainings und/oder Besuche bei Betriebsarzt verschickt. Wundert euch also nicht, wir haben viele Mitarbeitende und das Thema soll euch vor allen Dingen daran erinnern, dass ihr einen Anspruch auf diese Schulungen und Untersuchungen habt. Jeder unserer Fachbereiche wird einmal im Jahr angeschrieben und an eben diese Dinge erinnert. Solange keine Termine gemacht werden müssen, könnt ihr das einfach als freundliche Erinnerung betrachten.

Übrigens ist der erste unserer Treedom-Bäume einem Kind zugeordnet worden! Auf der Seite MUTABOR tut gut findet ihr den Link zum MUTABOR-Wald, wo jetzt noch 14 Bäume darauf warten, den entsprechenden Kinder-Paten zu bekommen. Natürlich benennen wir die Bäume anonym, damit wir sie zuordnen können. Angedacht ist, dass die Kinder diese Bäume irgendwann selbst benennen.

Wart ihr inzwischen einmal auf unserer Facebookseite? https://www.facebook.com/mutabormensch/

Wenn ihr einmal Tipps oder einen Wunsch habt für ein Posting dort, gerne per Mail an info@mutabor-mensch.de schreiben oder einfach eine Nachricht über Facebook schicken.

Viele Grüße aus der Geschäftsstelle

Domna